Leitfaden
Friseursalon eröffnen: Was du wirklich brauchst
Rund 80.000 Friseurbetriebe gibt es in Deutschland, vom kleinen Ein-Personen-Studio bis zum mehrköpfigen Team in der Innenstadt. Was sie alle gemeinsam haben: Der Start braucht eine gute Vorbereitung. Hier liest du in vier Schritten, was du tun musst.
1. Businessplan und Finanzierung
Bevor du irgendwo unterschreibst, brauchst du einen Businessplan. Banken, Förderprogramme und die KfW erwarten ihn. Aber auch ohne Bankkredit ist es nützlich: Du zwingst dich, deine Annahmen über Umsatz, Kosten und Kundenstrom auf Papier zu bringen.
Die wichtigsten Posten im Plan:
- Anlaufkosten: Mietkaution, Umbau, Einrichtung (Stühle, Spiegel, Waschbecken), Werkzeuge, Erstausstattung Produkte. Realistisch: 15.000–40.000 € für einen Standard-Salon.
- Laufende monatliche Kosten: Miete, Energie, Wasser, Versicherungen, Steuerberater, Software, Werbung. Realistisch: 2.000–5.000 € pro Monat ohne Personal.
- Personal: bei Festanstellung rechne mit Bruttolohn × 1,3 für Lohnnebenkosten.
- Umsatzprognose: realistische Anzahl Termine pro Tag × Durchschnittsbon × Öffnungstage.
2. Räumlichkeiten finden
Lage entscheidet. Ein Friseursalon lebt von Laufkundschaft, Sichtbarkeit und Erreichbarkeit. Punkte, die du prüfen solltest:
- Ist die Gewerbenutzung im Mietvertrag geklärt? (Wichtig: nicht alle Wohnobjekte sind als Friseur nutzbar.)
- Gibt es genug Wasseranschlüsse für Waschplätze?
- Wie ist die Belüftung — gerade für Färbungen relevant.
- Reichen Stromanschlüsse für mehrere Föhne und Trockner gleichzeitig?
- Ist das Schaufenster sichtbar von der Straße?
- Wie ist die Parksituation für Kunden?
3. Anmeldungen und Genehmigungen
Der Friseurberuf ist in Deutschland zulassungspflichtig (Anlage A der HwO). Das heißt: Wer einen Salon eröffnen will, muss in der Regel einen Meisterbrief haben oder einen Meister als Betriebsleiter beschäftigen. Mehr dazu unter Friseursalon eröffnen ohne Meister.
Was du in jedem Fall tun musst:
- Eintragung in die Handwerksrolle bei der Handwerkskammer deines Bundeslandes.
- Gewerbeanmeldung beim Ordnungsamt.
- Anmeldung beim Finanzamt (steuerliche Erfassung, USt-IdNr.).
- Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft (BGW).
- Wenn du Personal beschäftigst: Anmeldung beim Arbeitgeber-Konto der Sozialversicherung.
4. Erste Kunden ohne Werbebudget gewinnen
Viele neue Saloninhaber unterschätzen, wie schnell sich eine Online-Präsenz bezahlt macht. Wer von Anfang an online buchbar ist, hat gegenüber Mitbewerbern einen klaren Vorteil: Kunden können nachts um halb elf ihren Termin buchen, ohne dass du ans Telefon gehen musst.
Drei Bausteine, die jeder neue Salon haben sollte:
- Google Business Profile: kostenlos, indexiert sofort. Pflichtbestandteil.
- Instagram-Profil mit Buchungslink in der Bio: deine Vorher-Nachher-Fotos werden zum Vertriebskanal.
- Online-Buchungsseite: Mit Avana richtest du das in unter 15 Minuten ein, kostenlos und ohne Monatsgebühr.
Plane auch eine kleine Eröffnungsaktion: ein Rabatt von 20 Prozent in der ersten Woche bringt Kunden, die du sonst nicht bekommen würdest. Diese Kunden werden, wenn dein Service stimmt, Stammkunden — und die sind in einem Friseursalon den Unterschied zwischen ok und gut.
Was du als nächstes tun solltest
Egal in welcher Phase du bist: Eine Online-Buchungsseite ist eines der wenigen Dinge, die du heute schon einrichten kannst, ohne Geld auszugeben und ohne dass dein Salon physisch existiert. Sobald du eröffnest, ist sie live, und in der Zwischenzeit kannst du sie an Freunde und Familie zum Testen schicken.
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